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Damit Sie noch lange Freude an Ihren restaurierten Möbeln haben:


Die richtige Pflege von antiken Möbelstücken ist immer wieder ein wichtiges Thema im Gespräch mit meinen Kunden. Kurz und knapp gesagt:

Bitte tun Sie lieber zu wenig, als zuviel!

 

Oft wird der Wunsch geäußert, das "ausgetrocknete Holz" eines Möbels zu "nähren", es werden handelsübliche Polituren oder gar Hausmittel Schicht um Schicht aufgetragen. Dies ist aus mehreren Gründen als kritisch zu betrachten:

Die Pflege eines Möbels muss auf die Art seiner Oberflächenbeschichtung abgestimmt werden, eine Schellackpolitur ist z. B. anders zu pflegen als ein Wachsüberzug. Bei der Herstellung verschiedener Oberflächen kommen jeweils spezifische (Lösungs-) Mittel zum Einsatz. Deshalb reagiert jede Oberfläche anders auf verschiedene Pflegemittel.

 

Besonders problematisch ist die Behandlung mit "Polituren" aus dem Supermarkt. Damit die mit diesen Mitteln behandelten Möbel hinterher "schön glänzen", sind in den Rezepturen Öle enthalten. Diese Öle können, je nach Häufigkeit der Anwendung und Art der vorhandenen Oberflächenbeschichtung, durch diese hindurch wandern oder durch mikrofeine Risse im Lack kriechen. Auf der Holzfläche angekommen, verursachen die Öle Verfärbungen, die Flächen werden fleckig und unansehnlich.

Dies ist nicht nur hässlich, sondern auch bei einer späteren Aufarbeitung der Holzoberfläche ein Problem. Damit ein neuer Überzug hält, müssen die Ölrückstände aufwendig ausgewaschen werden, was nicht immer vollständig möglich ist und in jedem Fall einen erheblichen Mehraufwand bedeutet.

 

Ich bin bemüht, Ihnen schon bei der Angebotserstellung, spätestens aber bei der Rücklieferung Ihres Möbels die eventuell notwendige Nachpflege der jeweiligen Holzoberfläche zu erklären. Sollten Sie trotzdem einmal Fragen haben, rufen Sie mich gern an.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass ich verbindliche Tipps nur geben kann, wenn ich die zu behandelnden Oberflächen selbst in Augenschein nehmen konnte.

 

Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff, es nimmt Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt Feuchtigkeit ab, in Abhängigkeit zur relativen Luftfeuchte. Das Holz quillt und schwindet dabei, es "arbeitet".

Antike Möbel sind nicht für unsere modernen, zentralbeheizten und immer luftdichteren Wohnräume konstruiert. Oft ist die relative Luftfeuchte viel zu niedrig, das Holz trocknet aus, es entstehen Risse und Verformungen.

Diesem Prozess können Sie bedingt entgegenwirken, indem Sie die relative Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen überwachen und korrigieren. Diese sollte konstant zwischen 50% und 60% liegen. 

Stellen Sie ein antikes Möbel nicht neben einen Heizkörper und setzen Sie es nicht direkter Sonneneinstrahlung aus.